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Trauma

Nicht jedes schreckliche Ereignis, das ein Mensch erlebt, bewirkt ein Trauma. Heftige Gefühle, Gedanken und körperliche Reaktionen, die auftreten können, sind erst einmal normale Reaktionen auf eine ungewöhnliche Belastung.

Wenn diese sich jedoch über einen längeren Zeitraum nicht wesentlich verändern, kann das zum einen mit der Schwere und der Dauer der Ereignisse zusammenhängen, zum anderen mit den Bedingungen der Umgebung und dem Vertrauen auf die persönlichen Fähigkeiten und Stärken. Wenn Ereignisse zu überwältigend sind, werden Erinnerungen daran im Gedächtnis anders gespeichert und aktiviert. Das wird als Trauma bezeichnet.
 
Ereignisse, die zu einem Trauma führen können sind z.B. Unfälle, Gewalterfahrungen, Trennungen und Verluste, schwere Erkrankungen.
Dies gilt nicht nur für die davon betroffenen Menschen, sondern auch für Zeugen, Angehörige oder Ersthelfer.

Beratung über hilfreiche Maßnahmen nach einem Schreckensereignis kann hilfreich sein, um mit den vorhandenen eigenen Stärken und mit Achtsamkeit für das, was gut tut, den eingetretenen Schock nach und nach zu lösen.

Traumatherapie

Traumatherapie ist immer dann sinnvoll, wenn sich Symptome entwickeln, wie z.B. belastende unkontrollierbare Erinnerungen, Angst, Vermeidung, sozialer Rückzug, körperliche Unruhe, Schlaflosigkeit u.a.
An diesen Symptomen zeigt sich, daß die zugrundeliegende Erfahrung noch nicht als “es ist vorbei” im Gedächtnis abgelegt werden konnte, sondern innerlich weiterhin als gegenwärtig erlebt wird.

Traumazentrierte Psychotherapie erfolgt dabei in 3 Phasen:

  1. zunächst geht es um die Stärkung der vorhandenen inneren Stärken und Ressourcen
  2. dann wird die traumatische Erfahrung bearbeitet, um anschließend
  3. eine neue Integration und Orientierung zu ermöglichen

Traumatische Erfahrungen sind häufig mit existentieller Angst verbunden und dem Erleben “nichts ist mehr so, wie es einmal war”. Deshalb kann es sinnvoll sein, Fragen nach dem persönlichen Sinn und Lebensverständnis aufzugreifen. Die Klärung dieser Fragen unterstützt den damit verbundenen Reifungs- und Entwicklungsprozess.

In meiner Praxis wende ich dabei zusätzlich zum Gespräch verschiedene Traumatherapiemethoden an, die sich als sehr erfolgreich erwiesen haben.

  • EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing, nach Francine Shapiro)
  • PEP (Prozess- und Embodiment-fokussierte Psychotherapie nach Michael Bohne)
  • Somatic Experiencing (nach Peter Levine)

Durch diese Methoden werden die mit dem Trauma verbundenen negativen Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen durch verschiedene Verfahren wie Augenbewegungen, Klopfen oder Körperbewegungen gelöst. Dadurch können positive, stärkende und entspannte Reaktionen in den Vordergrund treten und über die Zeit auch bleiben.
Erfolgreiche Traumatherapie zeigt, daß wir uns als Menschen in dem positiven Gleichklang von Gedanken, Gefühlen und Körperempfinden gesund und kraftvoll fühlen. Die Trennungen, die traumatische Ereignisse in uns bewirken, können aufgehoben werden.

Links zu den genannten Psychotherapiemethoden.
www.emdr.de 
www.dr-michael-bohne.de    
www.somatic-experiencing.de

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