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Trauer

Trauer ist ein vielschichtiger, komplexer Prozess, dessen Kräfte sich in jedem Menschen individuell entfalten und für den jeder betroffene Mensch seine eigene Zeit benötigt. Sie möchte wahrgenommen und durchlebt werden.

Trauernde erfahren bis dahin ungekannte Gefühle und in ihrem sozialen Umfeld bis dahin nicht erlebte Reaktionen - sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Sie sind unfreiwillig in eine neue Lebenssituation gestellt und müssen damit umgehen lernen.

Hilfreich ist dabei ein breites Spektrum an Unterstützung:
Familie, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Seelsorger, Trauerbegleitungsgruppen, Internetforen und andere soziale Netzwerke können dazu beitragen, der Trauer Raum und Worte zu geben und den Schmerz gemeinsam auszuhalten.

Viele Hinterbliebene machen die Erfahrung, dass dieses gemeinsame Aushalten sowohl in der Familie als auch in anderen sozialen Kontakten an Grenzen stößt: vielleicht, weil das, was geschehen ist zu schwer und traurig ist, vielleicht, weil die Trauer in der Wahrnehmung der Anderen „schon so lange dauert“.
Die Straßenseite wechseln, sich nicht mehr melden, gutgemeinte Ratschläge wie „jetzt lass doch mal los“ sind Zeichen der Unsicherheit und Hilflosigkeit derer, die selbst überfordert sind.
Isolation, Einsamkeit, die Angst, nicht „normal“ zu sein, können sich verstärken.

Besonders schwer ist es zudem, wenn der Tod eines nahen Menschen plötzlich, zu früh, nach langem Leiden und schwerer Krankheit oder selbst gewählt geschieht. Dann kann die Trauer von traumatischen Erinnerungen überlagert werden: die Angst des Traumas beeinflußt den Weg der Trauer. So können langfristig chronische körperliche und seelische Beschwerden entstehen, deren Ursprünge nicht mehr bewußt sind.

Ob Menschen schon in der ersten Zeit nach dem Verlust Unterstützung suchen oder erst nach vielen Jahren: es ist möglich, neue Wege zum Ausdruck und zur Wandlung des Schmerzes zu finden.

Trauertherapie

Psychotherapeutische Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn die traumatischen Erinnerungen innerlich wieder und wieder erlebt werden und nicht mit Willensanstrengungen kontrolliert werden können.

Betroffene  erleben das als so belastend, dass der natürliche und notwendige Weg der Trauer blockiert wird. Ein Leben mit seelischen, aber auch körperlich empfundenen Schmerzen kann dadurch zur alltäglichen Realität werden. Es wird als Stillstand erlebt und bedeutet Hoffnungslosigkeit.
Die Unterschiedlichkeit von Trauerreaktionen und Traumasymptomen ist oft erst dann wahrnehmbar, wenn sich die traumatischen Aspekte, die mit dem Verlust verbunden sind, lösen. So wird es leichter, die Gefühle der Trauer anzunehmen und zu einer neuen, anderen Beziehung zum Verstorbenen zu finden.

Ich habe als Psychotherapeutin langjährige Erfahrungen im Bereich der Trauerbegleitung und – therapie. In Ergänzung zum Gespräch wende ich eine Methode an, die aus der Traumatherapiemethode EMDR entwickelt wurde. Diese Therapiemethode heißt Induced After Death Communication (IADC). Sie ermöglicht es, belastende Bilder, Gefühle und Gedanken aufzulösen und darüber hinaus den Schmerz der Trennung durch eine neue Verbindung zu dem Verstorbenen zu wandeln.

Dies kann oft schon in wenigen Sitzungen als heilsam und versöhnend erfahren werden.
Die Veränderungen bleiben auch über die Zeit konstant.

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